Heuwehr

STÜTZPUNKTFEUERWEHR Bezirk Vöcklabruck

Einsatzgebiet: Bezirk Vöcklabruck bzw. angrenzende Bezirke nach entsprechender Alarmierung.
Feuchte und nicht optimal getrocknete Heuernten können sich infolge chemischer Reaktionen im Heustock (auch bei Heuballen) bis auf 120° erhitzen. Die Folge ist dann eine Selbstentzündung des Heustockes. Entstehende Großschäden können bei sorgfältiger Beobachtung der Heuernte jedoch vermieden werden. Grundsätzlich sollte der Landwirt die eingebrachte Heuernte sorgfältig prüfen. Ein scharfer, siloähnlicher Geruch ist ein dringendes Warnsignal. Weiteres sollten die örtlichen Feuerwehren den Landwirten bei der Beobachtungen des Erntegutes zur Seite stehen.

Mit Heumesssonden, welche bei den örtlichen Feuerwehren gelagert sind, ist die Heustocktemperatur zu messen. Ein Datenblatt zum Eintragen von durchgeführten Heumessungen findet man auf der Homepage des Landesfeuerwehrkommandos.
Ab einer Heustocktemperatur von 70° ist der Landwirt verpflichtet, die Feuerwehr zu alarmieren.

Nach entsprechender Vorbereitung des objektbezogenen örtlichen Brandschutzes durch die örtliche Feuerwehr wird von der Heuwehr der Brand im Heustock lokalisiert. Nun beginnt die eigentliche Abkühlphase des Heustockes. Mittels der Absauglanzen, welche in den erhitzen Heustock gerammt werden, wird nun die heiße Luft abgesaugt. Ein zeitaufwendiger Vorgang, welcher von ständigen Kontrollmessungen begleitet ist. Ist die Heustocktemperatur im gesamten Heustock auf 35° gesenkt, beginnt die Kühlphase des Heustockes. Anstatt durch Absaugung, wird nun der Heustock mit Frischluft auf ca. 25 ° abgekühlt.

Diese Absaugung ist jedoch nur möglich, wenn noch kein Brand, sondern nur eine Überhitzung des Heustockes vorliegt. Bei einer Heustocktemperatur von 100° und/oder bei einem sichtbaren Funkenflug wird die Absaugung sofort eingestellt und die Absauglanzen werden dann zur Flutung des Heustockes mit Wasser verwendet.

Für Fragen stehen wir jederzeit per Email oder Telefon zur Verfügung.
Detailliertere Informationen können auch folgendem Informationsblatt der Brandverhütungsstelle entnommen werden Heuselbstentzuendung_20070717.
Sollte Interesse an dem Ablauf eines Heuwehreinsatzes und der verwendeten Ausrüstung bestehen, können wir nach entsprechender Terminvereinbarung auch gerne Vorort an Übungen teilnehmen.

Kontaktdaten für Alarmierung:

AW Heiml Gottfried 07682/3365
BI Zieher Peter 0676/3848663
HBI Scheinast Markus 0664/60576264
OBI Zieher Johannes 0676/7194595